Mittwoch, 11. Februar 2009

Tja, warum?

18 Grad Lufttemperatur, geschlossenes Dach - "Warum fahrt ihr denn dahin? Wird doch im Fernsehen übertragen!", lässt mein Großvater heute Vormittag verlauten.

Dazu ein Platz hinter dem Tor, Oberrang, Reihe 12 - selbst im Fernsehen sieht man da irgendwie besser. Kostet auch nichts, GEZ-Gebühren sind längst bezahlt. Warum also Mittwochabends nach Düsseldorf fahren, sich mehr als zwei Stunden auf einem Plastikschalensitz niederlassen und dabei dasselbe Spiel beobachten, an dem man auf der heimischen Couch genauso nahe dran ist? Im Raum sind es dort sogar um die 22 Grad, das Bier wäre billiger, der Sitznachbar unter Umständen nicht ganz so cholerisch.

Johannes B. Kerner wäre ein schlagkräftiges Argument gegen einen Fernsehabend. Doch es übertragt die ARD. Tom Bartels, Gerhard Delling und Günter Netzer sind nicht ganz so übel, allein Monica Lierhaus wird fehlen.

Stadion, warum also? Wegen vier Grad weniger auf dem Thermometer, 15 Euro weniger im Portemonnaie? Oder ist es der schlauchende Fußweg bei Nieselregen und ein Parkplatz auf der Wiese, im knöcheltiefen Schlamm? Nein. Aber das zu erklären, sprengt den Rahmen. Ich muss los. Vielleicht morgen.

Mein Großvater war übrigens zum letzten Mal vor knapp 35 Jahren im Stadion. Wir schrieben das Jahr 1974, es regnete in Strömen und im Rheinstadion siegte Deutschland, Weltmeister in spe, mit 4:2 gegen Schweden.

Kommentare:

  1. Mit 15 € kommst Du ja noch gut weg, ich zahl 40 für das Liechtenstein-Spiel im März. Viel Spaß!

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  2. Vielleicht sind es die 40 € ja sogar wert - immerhin haben wir gegen Liechtensteine 'ne reelle Chance auf drei Punkte;)

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